Schloss Seeburg

Schloss Seeburg vor dem Wallersee

Das Schloss Seeburg im Ortsteil Seewalchen von Seekirchen a.W. hat eine lange und bewegte Geschichte:

Ca. 1429 erbaute der Pflegerichter Ulrich von Dachsberg an der Stelle eines älteren Sitzes in Seewalchen die Seeburg. Nach dessen Sohn Heinrich übernimmt sein Sohn Bernhard die Seeburg als auch die Urbarämter Thalgau und Tann von seinem Vater.  

1535 übernahm Heinrich der Jüngere, der 1561 starb, gemeinsam mit seinem Bruder Dietrich und seiner Schwester Margarete vom Vater die Seeburg. Nach dem Tod von Dietrich, der kinderlos blieb, erbte 

1569 deren Schwester Elisabeth die Seeburg. Margarete übernahm den Dachsberger Hof in der Stadt Salzburg.  

1580 folgen ihr Neidhart und dessen Sohn Christoph von Hausperg als Besitzer. Durch Juliane von Haunsperg kam die Seeburg um  

1605 an deren Gatten, den Gardehauptmann Levin von Mortaigne.  

1626 erbt der erzbischöfliche Kammerherr Johann Dietrich von Mortaigne die Seeburg und verkauft sie 

1647 an Adam Gottlieb Freiherr von Prankh, der einem alten steirischen Adelsgeschlecht entstammte. Ihm folgte  

1680 sein  Sohn Franz Wilhelm Gottlieb Freiherr von Prankh, dessen Witwe Rosalia  

1724 die Seeburg an Adam Franz Xaver von Paumann verkaufte.  

1731 erwarb Johann Amandus Ainkäs von Ainkäshofen und Petersheim für wenige Jahre die Burg.  

1752 kaufte Ernst Maria Friedrich Graf Lodron und seine Gattin, Gräfin Antonia von Arco das Schloss. In den folgenden Jahren ließ der kunstsinnige Graf das Schloss im Stil des Rokoko umgestalten. Er errichtete auch die Rupertkapelle, die er großzügig erweitern und ausgestalten ließ. 

Bis heute hat sich die Innenausstattung aus den Jahren der Erbauung (1752-1755) erhalten. Auf der geschwungenen Emporenbrüstung ist das Allianzwappen des Grafen Lodron und seiner Gattin, Gräfin Arco, angebracht. Sowohl das Hochaltarbild, das die hl. Friedrich und Rupert zeigt, als auch das Deckenbild mit dem Tod des hl. Rupert stammen von dem italienischen Meister Gennaro Basile.  

1779 übernahm Hieronymus Graf Lodron, der Förderer von Wolfgang Amadeus Mozart und Johann Michael Haydn, die Seeburg von seinem Vater, büßte jedoch in der Zeit der Napoleonischen Kriege seinen Besitz ein.  

1825 wurde die Seeburg versteigert und kam an Dimas von Wiederwald, einen geadelten Südfrüchtehändler und Armeelieferanten. Aus seinem Nachlass kam die Seeburg am 

12. Dezember 1849 zur öffentlichen Versteigerung. Mathias Bayrhammer, der sie ersteigerte, verfügte in seinem Testament eine reich dotierte Armenstiftung. Nach seinem Tod 

1845 errichtete sein Neffe Laurenz Ibertsperger von Erlach diese Stiftung. Er erwarb  

1849 die Seeburg und baute sie in ein Heim für 30 „Pfründer“ (Gemeindearme) um. Damals wurde die Ringmauer erniedrigt und mit dem so gewonnenen Steinmaterial ein vierter Stock auf den Wohntrakt aufgesetzt. Damit erhielt dieser historische Bau, der bis dahin ausschließlich als adeliger Wohnsitz gedient hatte, eine völlig neue Bestimmung.   

Nach dem Tod von Laurenz Ibertsberger  übernahm seine Tochter Amanda Hübsch als Patronin die Stiftung, welche insgesamt fast 100 Jahre Bestand hatte.  

1919 geht das Schloss in die Gemeindeverwaltung über. 

1939 - 1941 wurden die Landdienstmädel auf der Seeburg einquartiert, dann beschlagnahmte die nationalsozialistische Volkswohlfahrt das Stiftungshaus.  

1947 – 1977 wurde im Schloss ein Heim für 60 Hauptschüler geführt. 

1975 wurde Schloss Seeburg durchgreifend renoviert. 

1977 wird der Gräfin Arco Saal das Standesamt für Trauungen. 

1977 – 2000 errichtete die Gemeinde ein Heimat- und Stiftsmuseum  

1982 – 1994 war ein Landkindergarten in der Seeburg untergebracht.  

1999 - 2009 begann für die Seeburg eine neue Ära als modernes Dienstleistungszentrum für die kommunale Entwicklung. Seit 

2008 nützt die neu akkreditierte „Privatuniversität Schloss Seeburg“ die Mauern des Schlosses. 

 

 

 

Kontakt

  • AdresseSeeburgstraße 8, 5201 Seekirchen am Wallersee